„Nachdem wir uns geliebt hatten, machte er Licht und nahm sich eine Zigarette. Ich lag auf der anderen Seite des Bettes, ohne ihn auch nur leicht zu berühren und kehrte ihm den Rücken zu. Wir sprachen nicht. Dann drückte er sich an mich und fragte, ob ich ihn liebte. Seine Haut war sehr warm. Ich spürte seinen Atem auf meiner und erzitterte. Er begann zu sprechen. Ich hörte nicht mehr zu. Vor banger Sorge krampfte sich mir der Magen zusammen. „Ich muss dir etwas sagen“ Ich drehte mich zu ihm um, der Glanz seiner Augen blendete mich. Ich flüsterte: „Manchmal kommt es vor, dass ich die Menschen töte, die ich liebe.“ Ich lachte laut auf und dachte, er würde mitlachen. Doch er blieb still. Nie zuvor hatte mir sein Blick so viel Angst gemacht.

– Auszug aus „Dich schlafen sehen“
Anne Sophie Brasme

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