Antigone

http://m.diepresse.com/home/kultur/news/4742676/index.do?_vl_backlink=%2Fhome%2Fkultur%2Findex.

So viel Gewalt. Was bedeutet sie?

Damals war sie das Urmittel, um Ordnung zu schaffen. In Homers „Ilias“ ist grauenhaft beschrieben, wie man dem Körper Gewalt antun kann. All das aber bringt Strukturen, dient dem Machterhalt. Das ist abschreckend und fesselnd zu gleich. Gewalt ist nicht geächtet, sie ist vollkommen legitim. Die tollste Stelle für mich ist, wenn der blinde Seher Teiresias sagt, dass Vögel und Hunde den Leichnam, der draußen in der Wildnis verwest, durch ihren Kot in die Stadt hineintragen, da sie von ihm gefressen haben. So wird sie verseucht. Der Tod ist nicht zu begrenzen.

– Interview mit Joachim Meyerhoff
Antigone Premiere Burgtheater

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