Diskussion: Wolfram Lotz «Die lächerliche Finsternis»

Und schließlich, nachdem er eine Stunde lang eher unbeeindruckt wirkte, folgt ein temperamentvolles Plädoyer von Wolfram Lotz. Wörtlich sagt er: «Ich erwarte, dass Sie sehen, nicht, dass Sie gleich verstehen. Das ist das Problem des bürgerlichen Theaters, dass immer alles gleich verstanden werden muss – das heißt aber, dass dann immer nur gesehen werden kann, was sofort verstanden wird. Es geht aber auch um komplexere Zeichen. Es geht darum, mit den eigenen Problemen konfrontiert zu werden und diese sichtbar zu machen. Und natürlich, wenn das geschieht, steht man diesen Problemen ratlos gegenüber. Aber Sie und ich müssen diese Probleme lösen, nicht das bürgerliche Theater, wie es das immer gemacht hat, so geht das nicht. Es geht um den Versuch, dass Sie eine ungeklärte Energie nach diesem Abend in sich mit nach Hause nehmen.»

Auch Pařízek versucht noch zu vermitteln: «Sie blicken durch den Text von Wolfram Lotz auf die Welt. Das Bemerkenswerte dieses Stücks ist, dass es den Ball an Sie zurückspielt. Bei Ihnen selbst beginnt der Prozess der Auseinandersetzung mit der Welt.»

Der ganze Artikel: http://www.theaterheute.de/blog/muelheimstuecke/diskussion-wolfram-lotz-die-lacherliche-finsternis/

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